«Nightdream in BOGA»: Das EnsemBle baBel lässt uns live hören, wie Pflanzen kommunizieren, klingen und rauschen.
«Dass Pflanzen stumm seien, ist schon seit einiger Zeit widerlegt. Ihr Rauschen dringt einfach nicht bis zu unseren Ohren, aber es gibt mittlerweile Techniken, um es hörbar zu machen» sagt AnneLaure Junge, die Verantwortliche für Kommunikation und Kultur im Botanischen Garten Bern. Das EnsemBle baBel verbündet sich also in der Kommunikation mit den Pflanzen und ihrer Intelligenz, nistet sich im Botanischen Garten ein und sucht dort musikalisch den Kontakt.
Das Projekt «Sound Mycelium / Nightdream» von Daniel Zea und dem EnsemBle baBel knüpft dabei an jüngste Forschungen in der pflanzlichen Neurobiologie an: Freilich werden unsere Vorstellungen von Kommunikation dabei ziemlich auf den Kopf gestellt. Wir denken bei Pflanzengeräuschen an jene von Bäumen produzierten wie dem Blätterrauschen, dem Knacken der Äste und den Lauten der Tiere, die darin wohnen. Pflanzliche Kommunikation funktioniert auf viel subtilere und für uns kaum wahrnehmbare Weise – und genau da hinein horcht nun dieser «Nightdream», ein faszinierender Ansatz – auf dass wir morgen unsere Geranien besser verstehen …