Der Wald rauscht, zuweilen sogar bedrohlich, auch in Schumanns «Waldszenen», die Katharina Weber für das Trio Montin transkribiert.
Ein Jäger auf der Lauer, eine verrufene Stelle und eine freundliche Landschaft, einsame Blumen und ein prophetischer Vogel: All dies findet sich in Robert Schumanns «Waldszenen». So idyllisch er uns scheint, so ist dieser Wald doch keine heile Welt. Allzu leicht kommt man vom sicheren Weg ab.
Die Berner Pianistin und Komponistin Katharina Weber hat diesen Klavierzyklus nun für Klaviertrio transkribiert, hat ihn dabei nachkomponierend interpretiert und besondere Gefühlslagen hervorgehoben. Dabei spielten Erfahrungen mit, die Schumann noch gar nicht kannte, weil die Welt damals noch anders klang. Beim ihr am nächsten liegenden Wald, dem Bremgartenwald, so Weber, sei halt zuallererst das Rauschen der Autobahn zu hören. Dennoch suchte sie feinste Hörerfahrungen des Naturklangs in ihrer Be ar beitung umzusetzen – und bietet sie nun dem Konzertpublikum zum gemeinsamen Lauschen an. Es ist eine belebte Stille, die das Hören fördert, und deshalb möchte es die Komponistin dem Publikum ermöglichen, mit einer freiwilligen geleiteten Stimmimprovisation als Einstimmung und mit anderen Geräuschen als Ausklang seinen Teil zum Waldesrauschen dieses Programms beizutragen.